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Text + Fotos: Enrico Stirl

  

120 Meilen (knapp 200 km) westlich von SLC liegt an der Insterstate 80 der Bonneville Salt Flats International Speedway, die schnellste Rennstrecke dieser Erde, bekannt für die hier aufgestellten Geschwindigkeitsrekorde. Jedes Jahr im August gibt es Bonneville Speed Week, bei der versucht wird, neue Rekorde aufzustellen. 1970 erreichte hier Gary Gabelich mit seinem mit Flüssigerdgas und Wasserstoffperoxid angetriebenen Raketenauto „Blue Rocket“ eine Geschwindigkeit von 1.001,67 km/h (622,404 mph). Und 2018 erreichte Shigeru Yamashita auf einer Kawasaki Ninja H2 (mit Straßenzulassung) 337,06 km/h (209,442 mph).
Voraussetzung für die Rennen ist, dass der Salzsee trocken ist. Dies ist meist nur an drei Monaten im Jahr der Fall und manchmal nicht mal das. So ist 2014 und 2015 die Speed Week buchstäblich ins Wasser gefallen.

Über die I-15 verlassen wir SLC in Richtung Las Vegas. Auf dem Weg dahin durchquert man den norwestlichen Teil Arizonas. Hier führt die I-15 durch die Virgin River Gorge. Schon 2006, als wir das erste Mal mit dem Auto durch diese Schlucht fuhren, gefiel mir diese Landschaft. Seitdem sind wir mehrmals hier durchgefahren, allerdings ohne anzuhalten. Das ändert sich dieses Jahr! Über den Exit 18 „Cedar Pocket“ gelangt man zu einem kleinen Campingplatz am Virgin River. Von hier gibt es Wanderpfade und man kann die Landschaft bestaunen. Dumm nur, dass nach der Abfahrt von der I-15 die Straße zum Campingplatz gesperrt ist und wir unverrichteter Dinge wieder auf die Interstate müssen.

  

Vegas, Baby! Es mittlerweile das siebte Mal, dass wir in Las Vegas sind. Als Hotel haben wir dieses Jahr das Palace Station gewählt. Es liegt ein klein wenig abseits vom Strip, aber da wir eh ein Auto haben, ist das auch egal. Das gesamte Hotel wurde erst letztes Jahr renoviert und entsprechend neu sieht hier auch alles aus. Für das Zimmer habe ich „Premier View“ gebucht, was bedeutet, dass man Blick Richtung Las Vegas Boulevard hat.
Lag die Tagestemperatur der bisherigen Stationen unserer Fahrt immer um die 86°F (30°C), klettert das Thermometer in Las Vegas nun auf 111°F (44°C).


  
Hinter dem Stratosphere Tower, in Richtung Downtown Las Vegas, gibt es seit kurzem ein neues Vegas Sign.
  
Folgt man in Downtown Vegas der berühmten Fremont Street in Richtung Osten, findet man am ehemaligen Fergusons Motel diese beiden Trucks. Ursprünglich wurde das Kunstwerk Big Rig Jig (frei übersetzt Sattelzug Freudentanz, wobei es genau genommen Tanklaster sind und es eher wie ein Paarungstanz aussieht) 2007 von Mike Ross für das Burning Man Festival in Nevada geschaffen. Da konnte man im Innern der LKW nach oben klettern, hier in Vegas ist das leider nicht mehr möglich.


  
„Counting Cars“ ist eine Reality-TV-Serie des Senders History, welche im deutschen TV als „Die Werkstatt-Helden“ zu sehen ist. Die Werkstatt der Werkstatt-Helden in Vegas heißt nicht etwa „Workshop Heroes“ sondern „Count's Kustoms“ und befindet sich am South Highland Drive (Zufahrt über die Presidio Avenue) nicht weit von unserem Hotel. Die Werkstatt kann tagsüber ab um 9.00 Uhr frei besichtigt werden.
  
Wer sich für (American) Football interessiert, weiß, dass die Oakland Raiders in den 80ern zu den Los Angeles Raiders mutierten, bevor sie in den 90ern wieder die Oakland Raiders wurden, nur damit sie ab 2020 die Las Vegas Raiders sein werden. Das künftige Las Vegas Stadium (westlich der I-15, auf Höhe des Mandalay Bay Hotels - im rechten Bild unten links zu sehen) befindet sich noch im Bau, aber da Vorfreude die schönste Freude ist, gibt es im Las Vegas Town Square bereits ein Raiders Preview Center einschließlich ausgestellter Super Bowl Ringe.

  

  
Unser bislang längster Roadtrip durch Amerika findet nach 2.489 Meilen (4.006 km) in Las Vegas sein Ende. Der Titel dieser Geschichte hätte also ebenso gut "Meilenfresser" lauten können. Der Wagen hat die Tour ohne jede Probleme gemeistert (good girl!) und wird im Rental Car Center abgegeben. United Airlines bringt uns mit einer Boeing 737-900 (N61887) vom McCarran Airport wieder nach Denver  (hier siehst du ein Video vom Start mit 180°-Wende über Las Vegas), wo wir in eine Boeing 747-400 (D-ABVW) der Lufthansa umsteigen. Da dieser Flug über Nacht zurück nach Deutschland geht, hatte ich uns im Vorfeld – gegen Aufpreis – vier Plätze in der Sitzreihe 29 gesichert. Dies ist die erste Reihe der Economy hinter der Premium Economy. Aber die Beinfreiheit der Sitze hier ist sogar größer als in der teureren Premium Economy vor uns – was bin ich doch clever!

In Frankfurt/M. müssen wir ein letztes Mal umsteigen, damit uns ein A320neo (D-AIZP) zurück nach Dresden bringt.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! Hier gehts zur Bildergalerie: Klick!


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