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Text & Fotos: Enrico Stirl

 
Im Nordosten der USA befinden sich die flächenmäßig sieben kleinsten Bundesstaaten der USA. Der größte dieser sieben Zwerge ist Massachusetts (mit 27.336 km² aber immer noch fast 9.000 km² größer als der Freistaat Sachsen). Und dort befindet sich Boston, das Flugziel dieser Reise.
 
Los geht es (diesmal nur für Ricardo und mich) um 9:29 Uhr mit einem A319 (D-AILD) von Dresden nach München. Und von dort dann um 15:34 mit einem A380-800 (D-AIMH) weiter nach Boston. A330, A340, A350 - auf Langstrecken bin ich mit allen schon geflogen. Nur nicht mit dem A380. Bis jetzt. Nun klappt es auch endlich mal mit dem A380. Und sogar in der Sonderlackierung 100 Jahre Lufthansa. Insgesamt gibt es nur sechs Lufthansa Maschinen mit dieser Sonderlackierung, darunter nur ein einziger A380. Nachdem der A380 während der unseligen Corona-Zeit schon einmal totgesagt war, erhob er sich anschließend wie Phönix aus der Asche und wird mittlerweile wieder von mehreren Fluggesellschaften eingesetzt.

 
Beim A380 haben wir unsere Sitze im oberen Deck gebucht. Das Oberdeck ist hauptsächlich der First – und Business Class vorbehalten. Aber im Heck gibt es noch ein kleines Abteil mit nur 35 Sitzen für die Economy Class. Dadurch geht es hier ziemlich ruhig und entspannt zu.
 
Für die Einreise nutzen wir auch in Boston die MPC-App. Und sind in weniger als fünf Minuten durch die Immigration durch. Da im A380 gut 500 Passagiere und entsprechend viel Gepäck Platz finden, wartet man dann auch eine ganze Weile am Gepäckband und verliert im Grunde die Zeit wieder, die man beim MPC gewonnen hat.

 
Mit dem Shuttle Bus geht es zum Rental Car Center zu Alamo. Kategorie Premium Crossover (PGAR) gebucht und einen Dodge Durango erhalten. Nicht so riesig wie der Jeep Wagoneer im März in Florida, aber ebenfalls mit drei Sitzreihen. 3,6 V6 mit 290 PS und Acht-Gang-Automatik.
Der SunPass Transponder aus Florida kann auch in Massachusetts genutzt werden, da er mit dem hiesigen Mautsystem E-ZPass kompatibel ist. Anders als in Florida gibt es hier zwar keine Express-Spuren, die man damit nutzen kann, aber die Maut ist etwas günstiger als ohne Transponder.
 
Von Boston geht es dann gut 70 Meilen (ca. 113 km) nach Westen bis in das kleine Städtchen Wales am Lake George. Und direkt am selbigen liegt unsere Unterkunft. Ein feines kleine Holzhaus, welches wir über Airbnb gefunden und gebucht haben. Zwei Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad, Küche, Waschmaschine usw. Die Terrasse mit Blick Richtung Osten über den See lässt einen fantastische Sonnenaufgänge erleben.
 
Am nächsten Tag treffen wir uns mit Jason, einem alten Bekannten von mir (siehe canyonero 2014). Nach freudiger Begrüßung nach so langer Zeit nehmen wir seinen Dodge Challenger Scat Pack mit einem 6,4 Liter HEMI V8 (492 PS) und fahren nach Webster.
 
Webster liegt am
Lake Chargoggagoggmanchauggagoggchaubunagungamaugg. Der Name stammt vom Indianerstamm der Nipmuck und bedeutet so viele wie „Ort zum Fischen an den Grenzen – neutraler Treffpunkt“. Etwas sehr frei übersetzt auch „Du fischst auf deiner Seite, ich fische auf meiner Seite, niemand fischt in der Mitte“ Die Nicht-Rothäute nennen den See der Einfachheit halber schlicht Webster Lake. Die Feuerwehr in Webster hat auf ihren Fahrzeugen dann einfachheitshalber auch den originalen Namen des Sees stehen. (fun fact: Die meisten der Feuerwehrleute konnten den Namen auch nicht aussprechen. Aber sie haben uns ein paar Kaffeetassen geschenkt, bedruckt mit dem Logo der Feuerwehr und dem indianischen Namen)
 
Weiter geht es dann in Webster zum Samuel Slater Experience. Ein interaktives Museum über die Geschichte von Samuel Slater und den Aufstieg der Stadt Webster.
Slater (1768 – 1835) war gebürtiger Brite und wanderte in die USA aus. Im Grunde war er ein Industrie-Spion, denn er verfügte über ein fotografisches Gedächtnis und brachte somit die Konstruktionstechnik britischer Spinnmaschinen in die USA. Er baut 1793 die erste wasserkraftbetriebene Baumwollspinnmühle in Amerika. Er gilt damit als Vater der industriellen Revolution, dessen Mühlen und weitere Erfindungen für eine Blütezeit der amerikanischen Textilindustrie sorgten. Die inzwischen aber verblüht ist.
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